AI and I
Und was machen wir jetzt mit der KI? Zwischen Agenten, Vibe Coding und Roboterfabriken

KI verändert gerade so viele Bereiche unseres Lebens, das selbst Expert:innen auf dem Feld das Gefühl haben, ständig hinterherzuhängen. Es ist ja auch logisch: Wie sollte eine einzelne Person den Überblick über etwas behalten, das jeden Aspekt unserer Gesellschaft beeinflusst? Und die Entwicklung ist nach wie vor rasant.
Wie soll da ich, die ich keine KI-Expertin bin, mitkommen? So, wie ich mich den meisten Themen in meinem Leben nähere: Schreibend. Dieser Artikel ist ein Spiegel meiner fortlaufenden Auseinandersetzung mit dem großen Feld der künstlichen Intelligenz. Ich bin selbst gespannt, wie er sich über die Zeit entwickeln wird.
- AI and I
- Und was machen wir jetzt mit der KI? Zwischen Agenten, Vibe Coding und Roboterfabriken
- Die Verbreitung von KI - aus meiner Perspektive
- Wofür ich KI nutze
- Randgedanken rund um KI
- Wer hier schreibt:
- Mehr aus dem Blog:
Die Verbreitung von KI - aus meiner Perspektive
- Ganz weit vorn in der Nutzung von KI - sicher nicht ganz überraschend - sind die Programmierer. In dieser Bubble geht es, so weit ich Einblick darin habe, nicht mehr um den Einsatz von KI Agenten, sondern um den Einsatz von Agenten zur Steuerung von Agenten. Einen schönen Einblick darin gibt Maggie Appletons Artikel über die KI-Programmierwelt Gas Town:
- Aber auch Nicht-Programmierer können jetzt programmieren und tun das auch, Stichwort: Vibe Coding. Überhaupt tun viele Fachleute jetzt Dinge, die eigentlich nicht in ihrer Expertise liegen, einfach weil die KI es ihnen möglich macht. Das macht die Arbeitswelt aber nicht eben produktiver. Neulich las ich einen interessanten Artikel über programmierende Projektmanager und den Ärger, den das mit sich bringt. Leider finde ich ihn in meinem doch nicht unfehlbaren Archivierungs-Systems gerade nicht - wenn er wieder auftaucht, ergänze ich den Link hier.
- Ganz weit vorn beim produktiven Einsatz von KI: Die Industrie und da vor allem China. In einer Reportage der New York Times im März 2026 erzählt ein amerikanischer Reporter von seinem Besuch in einer chinesischen Fabrik, in der im Dunkeln produziert wurde - natürlich, Roboter brauchen kein Licht. Kein Mensch mehr da, der auch nur irgendetwas überwachen müsste. Alles komplett KI gesteuert.
(sollte dich der Link zu einer Paywall führen, kommst du hier direkt zum (frei verfügbaren) Podcast:
)- Währenddessen gewinnen die Chatbots immer mehr Bedeutung in unseren privaten Leben. Schon gibt es Befürchtungen, dass sie unsere sozialen Beziehungen und unsere Erwartungen daran verändern. Die KI hört zu, bestätigt uns, ist geduldig. Erwarten wir dieses Verhalten bald auch von den Menschen um uns herum? Oder ziehen wir uns gleich zurück und beschränken uns auf die stetig bestätigende Kommunikation mit unserem Lieblings-Chatbot? Es gibt bereits eine KI Halskette, mit der die KI zum hautnahen Begleiter wird. In Deutschland ist sie noch nicht besonders weit verbreitet (Stand: April 2026) und in diesem Fall bin ich ganz froh, dass wir Deutschen manchmal etwas langsam sind bei der Adaption digitaler Gadgets.
- Bilder und Texte werden zunehmend mit Hilfe von KI erstellt. Auf LinkedIn habe ich in letzter Zeit vermehrt Posts/ Beschwerden darüber gelesen, wie sehr von der KI erstellte Beiträge nerven - sie langweilen uns. Und auch die Bilder sind oft irgendwie gleichförmig. Kann natürlich gut sein, dass es zahlreiche originelle KI erstellte Bilder und Textbeiträge gibt, die wir als solche nicht erkennen. Ich will mir jedenfalls gar nicht anmaßen, den Unterschied in jedem Fall zu bemerken.
Wofür ich KI nutze
- Wie die meisten Menschen in meinem Umfeld nutze ich derzeit hauptsächlich KI Chatbots. Auch zur Bildbearbeitung nutze ich KI häufig, besonders gern um verschiedene Bilder - Fotos, Zeichnungen, KI erstellt Bilder - miteinander zu kombinieren. Eines Tages baue ich mir vielleicht mal einen Agenten, der mir hilft, meine Blog- und LinkedIn Artikel zu optimieren. Bisher habe ich mir die Mühe noch nicht gemacht, denn so wie ich das sehe, heißt Agenten bauen erst einmal: Implizite Annahmen explizit machen, Daten strukturieren, präzise Anforderungen formulieren und testen ob sie funktionieren. Project for another day.
- Ist dieser Artikel mit KI erstellt? Nope, nur den Untertitel habe ich mir von der KI liefern lassen (in diesem Fall die Notion KI, denn ich editiere und veröffentliche diesen Post in Notion) und das Bild ist mit KI bearbeitet. Für andere Artikel und auch LinkedIn Posts habe ich begonnen, der KI meine Drafts über den Zaun zu werfen und sie von ihr fertigschreiben oder verbessern zu lassen. Denn das ist der Teil des Schreibens, bei dem ich mich sonst leicht in endlosen Editorial-Schleifen verliere (ja, auch bei diesem Artikel hat es wieder länger gedauert als mir lieb ist).
- Nur weil ich es könnte, soll ich es auch machen? Auch ich könnte mit Hilfe der KI programmieren, doch deshalb habe ich noch immer nicht die geringste Ahnung von Design, Dokumentations-Best-Practices, Version Control. Oder von Sicherheitsanforderungen, denen meine Apps genügen sollten. Mit Anthropics Mythos gibt es jetzt eine - zwar bisher nicht öffentlich zugängliche - KI, die Sicherheitslücken zuverlässig findet, aber noch keine, die zuverlässig sichere Apps baut.
Randgedanken rund um KI
- Da nun die KI viele unserer Aufgaben viel schneller erledigt als wir, könnten wir uns doch wieder mehr Zeit für Tätigkeiten nehmen, die Fokus und Konzentration erfordern, Kreativität und Innovation. Ich möchte fast sagen: Tätigkeiten, die Muse erfordern. Das braucht allerdings mehr als einen technologischen Wandel, das braucht einen Kulturwandel. Ich halte das nicht für ausgeschlossen. Auf der einen Seite scheint unsere Konzentrationsfähigkeit in den letzten Jahren mehr und mehr zurückzugehen. Auf der anderen Seite beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Achtsamkeit und versuchen einen bewussten Umgang mit den Dingen in ihr Leben zu integrieren. Es ist also noch nichts entschieden - und das heißt, wir können alle noch mit beeinflussen, in welche Richtung sich das Pendel bewegt.
Wer hier schreibt:
Yvonne Jacob
Auf meinem Weg von der Konzernwelt zur Wirtschaftspsychologin hat mich eine Frage immer begleitet: Wie gelingt Selbstorganisation im echten Leben – nicht um immer schneller zu werden, sondern um auch mal sagen zu können: Das war genug für heute!
Heute teile ich meine Erfahrungen in Workshops, Mentoring und Texten, um anderen zu helfen, ihre Ziele mit ihrem Alltag in Einklang zu bringen.
Etwas kürzer, dafür regelmäßig, schreibe ich in meinem Newsletter. Darin bekommst du Tipps und Impulse rund um Selbstorganisation und erfolgreiche Zusammenarbeit im Team. Und auch immer ein Update, wenn es etwas Neues auf dem Blog gibt.
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